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== HCN HolzConsulting Niedermeier - 06/2008 ==



Unsere Themen:
Österreichische (Holz-)Unternehmen behaupten sich in Japan
Produktionssteigerung und Konzentrationsprozess in der Schweizer Sägebranche
Chinas "Shandong Chenming Paper" startet IPO
Thüringer Projekt "Holzmobilisierung" richtungsweisend
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Leitl: Trotz starkem Euro behaupten sich österreichische Unternehmen in Japan
WKÖ-Präsident Leitl trifft neuen japanischen Botschafter Tanaka - Außenhandelsvolumen zwischen Japan und Österreich macht 3 Mrd. Euro aus

WKÖ-Präsident Christoph Leitl wies heute, anlässlich seines ersten Zusammentreffens mit dem neuen japanischen Botschafter in Wien, Akio Tanaka, auf die guten aber ausbaufähigen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Japan und Österreich hin. Das Außenhandelsvolumen macht mittlerweile drei Milliarden Euro aus. Davon entfallen 1,1 Mrd. Euro auf österreichische Exporte nach Japan und 1,9 Mrd. Euro auf japanische Exporte nach Österreich. „Das kommende Jahr wird für uns ein ganz besonderes“, betonte Leitl, „denn 2009 ist Österreich-Jahr in Japan. Anlass ist die Aufnahme der offiziellen Beziehungen des damaligen Österreich mit Japan vor 140 Jahren.“ Durch eine Abstimmung von verschiedenen Veranstaltungen im Bereich Kultur, Tourismus, Wissenschaft und Wirtschaft durch die österreichische Außenhandelsstelle in Tokio sollen besondere Synergien erzielt werden, um das Österreichbild in Japan zu intensivieren und von Mozartkugeln und Lipizzanern auf die „Hightech-Nation Österreich und unsere hochwertigen Nahrungsmittel und Getränke auszuweiten“, so Leitl. Eine einmalige Gelegenheit für österreichische Unternehmen, diesen Anlass für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in Japan zu nutzen.

Japan: Österreichs zweitwichtigster Wirtschaftspartner in Asien
Japan behauptet nach wie vor seine Position als zweitwichtigster Wirtschaftspartner Österreichs in Asien (nach China). Der starke Euro hat Lieferungen aus Österreich zwar verteuert, jedoch konnten sich die österreichischen Unternehmen aufgrund der hohen Qualität ihrer Produkte in vielen Bereichen behaupten und weiterhin Marktanteile gewinnen. Bei den österreichischen Exporten nach Japan sind knapp 20% aller Lieferungen der Gruppe Holz und Waren daraus zuzuordnen, danach folgen Fahrzeuge mit einem Anteil von 13% - KTM konnte 2007 in der "Höhle des Löwen" sogar um 10% mehr Motorräder absetzen. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) arbeitet daher weiterhin daran, noch mehr österreichische Unternehmen als Exporteure oder Investoren in den lohnenden Markt Japan zu bringen. Denn Japan birgt für die nächsten Jahre ein unglaubliches Potential. Leitl: „Gerade Österreich, als Land, das mit seinen Produkten die höchsten Qualitätsstandards erfüllt, wird auch in Zukunft hier enorm gefragt sein.“

Neben den eigenen AWO-Veranstaltungen zu Japan (Wirtschaftsmissionen, Messebeteiligungen, Seminare, Fachberatung etc.) weist die AWO auch verstärkt auf die Nutzung der Möglichkeiten der Teilnahme an EU-Programmen und Gemeinschaftsprojekten hin. Unter anderem bietet sich in diesem Zusammenhang das Executive Training Programme (ETP) der EU-Kommission als ideales Weiterbildungsprogramm für Firmen an, die nach Japan exportieren möchten. Das ETP wird über die AWO abgewickelt, die Kosten trägt die EU (Programm-Ablauf: 3 Monate Sprach- u. Wirtschaftskurse im Inland für einen Mitarbeiter; 3 Monate Sprach- und Wirtschaftskurse in Tokio; 6 Monate Praktikum in einer japanischen Firma). (Quelle: Wirtschaftskammer Österreich | wko.at)
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Produktionssteigerung und Konzentrationsprozess in der Schweizer Sägebranche

Bern, 29.05.2008 - Die Schweizer Sägewerke befinden sich in einem Umstrukturierungsprozess. Die industriell geprägten Betriebe haben einen wachsenden Anteil an der Produktion. Die Menge des verarbeiteten Holzes nahm zwischen 2002 und 2007 um 12 Prozent zu. Dies geht aus der Holzverarbeitungserhebung in Schweizer Sägereien 2007 hervor. Die Schweizer Sägewerke sind wichtige Kunden der einheimischen Waldwirtschaft. Etwa 70 Prozent der geernteten Sägerundholz-Menge wird von ihnen gekauft und zu Brettern und Balken sowie Paletten- und Kistenholz verarbeitet. Fünf Jahre nach der letzten Umfrage bei den Schweizer Sägewerken zeigt die von den Bundesämtern für Statistik (BFS) und Umwelt (BAFU) durchgeführte Vollerhebung zur Holzverarbeitung in der Schweiz, dass im Jahr 2007 insgesamt gut 2.5 Mio. Kubikmeter Stammholz verarbeitet wurden. Seit 2002 steigerte sich der Einschnitt um 12 Prozent. Der Nadelholzanteil stieg von 92 Prozent auf 95 Prozent. Entsprechend abgenommen hat der Anteil des Laubstammholzes, das mit etwas über 131'000 Kubikmeter nur noch 5 Prozent zum Gesamteinschnitt beiträgt.

Schnittholzproduktion und Marktorientierung
2007 wurden insgesamt 1.54 Mio. Kubikmeter Schnittwaren hergestellt. 78 Prozent der Nadelholz-Schnittwaren wurden auf dem einheimischen Markt abgesetzt. Die restlichen 22 Prozent (316'000 Kubikmeter) wurden ins Ausland verkauft. 2002 betrug die Exportquote noch 12 Prozent. Eine stärkere Hinwendung zum Exportgeschäft ist in den kommenden Jahren zu erwarten: Mitte 2007 hat das erste Grosssägewerk der Schweiz seine Produktion aufgenommen; ein weiteres ist geplant, und bestehende Werke erweitern ihre Kapazitäten. Im Gegensatz zu den kleineren und mittleren Betrieben, die sich weitgehend am Binnenmarkt orientieren, beliefern die grossen Werke stärker den ausländischen Markt.

Starke Vernetzung mit anderen Rohholzverarbeitern
Gemäss Erhebung umfassen die hergestellten Schnittwaren im Durchschnitt noch 60.5 Prozent der angelieferten Holzmenge ("Schnittholz-Ausbeute"). Daneben fallen Rinde, Sägemehl und Hackschnitzel als Nebenprodukte an. 63 Prozent dieses sogenannten Restholzes finden als Rohstoff in der Papier- und Zellstoffherstellung sowie in der Holzwerkstoffindustrie (z.B. in Span- und Faserplatten) Verwendung. 15 Prozent werden als Energieholz an Dritte verkauft und 13 Prozent gleich im eigenen Betrieb in Prozesswärme oder Strom umgewandelt. Mit der zunehmenden Rohholznachfrage und dem wachsenden Interesse an Holz als Energieträger (z.B. in Form von Pellets) gewinnt das Restholz an Wichtigkeit.

Konzentrationsprozess und steigende betriebliche Leistung
Seit der letzten Erhebung im Jahr 2002 hat die Anzahl Sägewerke von 494 um rund 20 Prozent auf 388 Betriebe abgenommen. Die Erhebung zeigt, dass eine abnehmende Anzahl Betriebe immer mehr Holz einschneidet. Gleichzeitig lässt sich eine zunehmende Verlagerung der Produktion von den kleineren zu den grösseren Betrieben beobachten:

• 1 Prozent der Betriebe - nämlich die fünf grössten Sägewerke mit einem Einschnitt von mehr als 100'000 Kubikmeter - verarbeiten 33 Prozent des Säge-Rundholzes und beschäftigen 14 Prozent der in der Sägebranche Werktätigen. 2002 schnitten in dieser Grössenklasse zwei Betriebe 13 Prozent der Holzmenge ein. Auf die 12 grössten Betriebe, welche jährlich mehr als 25'000 Kubikmeter einschneiden, entfallen knapp die Hälfte des Einschnitts und fast ein Viertel der Beschäftigten. 2002 schnitten in dieser Klasse 13 Betriebe einen Drittel der Menge ein.

• Knapp 20 Prozent der Betriebe - die 75 mittelgrossen Sägewerke (Einschnitt: 5000 - 25'000 Kubikmeter) - kommen für 30 Prozent der Verarbeitung und etwas über einen Drittel der Beschäftigten auf. 2002 hatten in dieser Grössenklasse 83 Betriebe einen Produktionsanteil von 35 Prozent.

• Mit rund 40 Prozent bzw. gut 1320 Personen arbeitet der grösste Anteil der Beschäftigten in einem der 300 kleinen Sägewerke (Einschnitt: 400 - 5000 Kubikmeter), die knapp 80 Prozent der Betriebe ausmachen. Zusammen verarbeiten sie 22 Prozent des Säge-Rundholzes. Damit ist ihr Anteil am gesamten Einschnitt seit 2002 um rund 10 Prozent gesunken.

2007 arbeiteten 3381 Personen in Sägereien (2002: 4207), von denen 1893 (2002: 1875) ausschliesslich im engeren Sägereibereich tätig waren. Die Anzahl der im eigentlichen Sägereibetrieb Arbeitenden ist nahezu konstant, während der gesamte Personalbestand um 20 Prozent reduziert wurde. Bei einer Zunahme der Verarbeitungsmenge ergibt sich eine gesteigerte Produktivität. Die pro Betrieb verarbeitete Rundholzmenge stieg in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um 43 Prozent an. Eine gesteigerte betriebliche Leistung ist bei allen Grössenklassen festzustellen. Sie reicht von +2 Prozent bei den kleinen Werken bis zu +79 Prozent bei den Grossen. (Quelle: Bundesamt für Umwelt)
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Chinas Shandong Chenming Paper startet IPO

25.05.08 - Hongkong: Das chinesische Unternehmen Shandong Chenming Paper Holdings Co Ltd, welche in Shanghai und Shenzhen gelistet ist, wird mit einem Monat Verspätung an die Hongkonger Börse gehen. Das Unternehmen bringt 355,7 Mio. Shares zu einem Preis zwischen 9 und 11,80 HKD und wird darüber voraussichtlich bis zu 4,2 Mrd. HKD einnehmen. Die Zeichnung soll am kommenden Donnerstag beginnen. Der Handelsstart unter dem Stock - Code 1812 - HK wird dann am 18. Juni erfolgen. Mit diesem IPO ist Chenming Paper das erste chinesische Unternehmen, welches in allen drei Formen, den A-, B- und H-Shares, gehandelt wird.

Eingesetzt werden soll das Kapital in ein neues Holz- und Zellstoffprojekt in Zhanjiang in der Südprovinz Guangdong. Shandong Chenming fertigt eine breite Palette von Papierprodukten, welche in mehr als 30 Ländern und Regionen, darunter die USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Italien, Japan, Indien und Australien gehen. Es war die größte Papierhersteller in China in Bezug auf die jährlichen Umsatzerlöse im Laufe des Jahres 2004 bis 2007. Im vergangenen Jahr wurde ein Reingewinn von 994 Mio. Yuan erzielt, 148 Prozent mehr gegenüber 2006.
(Quelle: EMFIS.COM, Autor: il)
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Thüringer Projekt "Holzmobilisierung" richtungsweisend
Initiative von Landesregierung, Forstwirtschaft und Holzindustrie zur Mobilisierung ungenutzter Holzpotenziale

Im Fokus des Projektes steht die Idee der Beteiligung privater Unternehmen an der Mobilisierung in Thüringen noch vorhandener bisher ungenutzter Holzpotenziale (im Kleinprivatwald). „Zugleich soll damit der Pflegezustand unserer Wälder verbessert werden“, sagte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. Denn ungepflegte und ungenutzte Wälder haben zahlreiche „Schattenseiten“: Ihre dichten Baumbestände sind weniger vital, instabiler und daher anfälliger beispielsweise gegenüber Stürmen wie Kyrill, Schadinsekten oder neuartigen Waldschäden. Die Bäume in nicht durchforsteten, ungepflegten Wäldern wachsen auch nicht in gleichem Maße zu wie in gepflegten Beständen und binden dadurch weniger CO2 als nachhaltig bewirtschaftete Wälder. Zudem besitzen nicht durchforstete Wälder eine geringere Artenvielfalt. Keine Pflege bedeutet auch ungenutzte Holzressourcen, die dem Wirtschaftsstandort Thüringen fehlen würden. Diese Probleme bestehen vor allem noch im Klein- und Kleinstprivatwald.

Die heimische Holz verarbeitende Industrie ist auf die bisher ungenutzten Holzreserven dringend angewiesen. Bei der Beratung und Betreuung der Waldbesitzer sind die Personalressourcen in den staatlichen Forstämtern jedoch begrenzt. Bislang gewohnte Abläufe bedürfen deshalb neuer Ansätze und neuer Lösungsideen. Alle Akteure mit gemeinsamen Zielen müssen ihre Kräfte bündeln. Mit der Gründung der gemeinnützigen GmbH „wald-wird-mobil.de“ kann sich die Holzindustrie finanziell, mit Personal oder mit Sachleistungen an der Mobilisierung von Nutzungspotenzialen beteiligen. Damit gelingt es, die Lasten der Holzmobilisierung auf alle Interessengruppen zu verteilen. „Mit mehr als 40.000 Vollzeitarbeitsplätzen ist das Cluster ‚Forst- und Holzwirtschaft’ eine sehr bedeutende Größe der Thüringer Wirtschaftslandschaft“, stellte Dr. Sklenar fest. „Wenn es uns also gemeinsam gelingt, noch vorhandene ungenutzte Potenziale an Holz zu mobilisieren und in Thüringen auch weiter zu verarbeiten, dann tragen wir dazu bei, zahlreiche Arbeitsplätze insbesondere im ländlichen Raum zu erhalten oder neu zu schaffen. Außerdem tun wir etwas für den Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt.“ So bekennt sich Minister Dr. Sklenar auch ausdrücklich zur Mobilisierung eben jener ungenutzten Holzvorkommen: „Schutz durch Nutzung muss die Devise sein. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes ist dabei die beste Lösung.“

Die GmbH „wald-wird-mobil.de“ stellt Know-how und Beratung, geeignete Software und Managementprozesse all denen zur Verfügung, die sich an der Mobilisierung ungenutzter Holzressourcen beteiligen möchten. Die gemeinnützige GmbH wurde im Rahmen der "Privatwaldförderung Thüringen" auf Initiative der Holzindustrie und der Thüringer Landesregierung gegründet. Dort werden die Kräfte der beteiligten Forstämter, der Waldbesitzer und der forstlichen Zusammenschlüsse sowie der Holzindustrie gebündelt. Kernpunkt ist ein CRM-System (Customer Relationship Management), das speziell für die Betreuung von Waldbesitzern entwickelt wurde. Dabei stehen Kontinuität, Intensität und Qualität der Betreuungsarbeit an oberster Stelle. Das System strukturiert, vereinfacht und intensiviert die Möglichkeiten der Betreuer vor Ort und steht den Beteiligten kostenfrei zur Verfügung. (Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt)
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Mit freundlichen Grüssen
Ihr HolzNewsletter.de-Team