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Schweiz: Baumärkte bestätigen 2015 Vorjahresergebnis knapp

 

 

  • Baumarkthandel in der Schweiz erzielt im Geschäftsjahr 2015 mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,32 Milliarden Franken geringen Umsatzrückgang von 0,2 Prozent

  • Branche dennoch für das Gesamtjahr 2016 optimistisch, BHB erwartet für schweizer Baumarkthandel Umsatzwachstum von 1,0 Prozent


Die Unternehmen des schweizer Baumarkthandels haben im Geschäftsjahr 2015 das Branchenergebnis des Vorjahres knapp bestätigt: Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,32 Milliarden Franken lag die Branche mit einem Umsatzrückgang von 0,2 Prozent nur knapp unter dem Ergebnis von 2014. Die Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 7. März 2016 in Köln basierend auf aktuellen Marktzahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt.

Die höchsten Gesamtjahresumsätze erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte mit den Gartensortimenten (521,8 Mio. Franken), mit Werkzeugen/Maschinen (190,1 Mio. Franken), Wand/Boden-Sortimenten (Anstrichmittel, Bodenbeläge, Malerzubehör, Wandverkleidung: 186,8 Mio. Franken) sowie mit Bauelementen/Bauchemie/Baumaterial (171,8 Mio. Franken). Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigten sich 2015 Umsatzzuwächse  bei den Haushaltswaren/Hausrat (+2,1 Prozent), den Gartensortimenten (+1,0 Prozent) und im Bereich Elektro (+0,4 Prozent). In den übrigen Sortimentsbereichen musste die Branche Umsatzrückgänge hinnehmen, etwa im Bereich Bauelemente/Bauchemie/Baumaterial (-3,2 Prozent), Wohnen/Dekoration (-2,7 Prozent) oder bei Wand- und Boden-Sortimenten (-2,5 Prozent).

Insgesamt sind dem Detailhandel 2015 rund 10,7 Milliarden Franken durch den Einkaufstourismus entgangen, wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Schweiz im Auftrag der Interessengemeinschaft Detailhandel (IG DHS) zeigt. Die Auslandseinkäufe beschränkten sich auch nicht nur auf Grenzregionen – mit durchschnittlich zurückgelegten 76 Kilometern für jede gezielte Einkaufstour nähmen die Schweizer auch lange Wege in Kauf, so die GfK. Mehr als die Hälfte der Schweizer Haushalte kauften mindestens einmal pro Monat im Ausland ein. Den größten Anteil an den Auslandseinkäufen im stationären Handel machen dabei Nahrungsmittel sowie Near-Food-Produkte wie Körperpflege-, Haushalts- und Hygieneartikel aus. An nächster Stelle folgten Bekleidung und Schuhe, Sport, Wohnen und Spielwaren. Der Preis ist für die Schweizer das wichtigste Argument, um im Ausland einzukaufen. Der vorteilhafte Wechselkurs ermögliche es, mit dem gleichen Budget deutlich mehr an Waren zu erhalten. Ein weiterer Grund seien die im Ausland oftmals weniger restriktiven Ladenöffnungszeiten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 erwartet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine langsame Belebung der schweizer Konjunktur: Die Expertengruppe des Bundes geht in ihrer aktuellen Konjunkturprognose von einer graduellen Beschleunigung des Wirtschaftswachstums der Schweiz von 1,5 Prozent in 2016 auf 1,9 Prozent in 2017 aus, dies vor dem Hintergrund der deutlichen Wachstumsabkühlung in 2015, die maßgeblich auf die Frankenaufwertung von Mitte Januar zurückginge. Dämpfende Effekte hätten zudem die schwächere Expansion des Welthandels und die nachlassende Dynamik der Inlandkonjunktur. Angesichts erwarteter leichter Verbesserungen der internationalen Konjunktur für 2016/2017 sieht die Expertengruppe aber für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr zeigen sich der BHB und die Branche verhalten optimistisch, man gehe von einem Wachstum von 1,0 Prozent aus, so der Branchenverband. (Quelle: BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. - 03/2016)

 

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