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Westag & Getalit AG: Umsatzwachstum in 2010

- Umsatzwachstum sowie leichte Ergebnissteigerung in 2010
- Gleichbleibende Dividende von 0,94 € je Stammaktie und 1,00 € je Vorzugsaktie für 2010


Geschäftsentwicklung 2010
Die Westag & Getalit AG konnte von einer spürbaren Belebung der Baukonjunktur im Inland profitieren. So stieg der Umsatz unserer Gesellschaft in 2010, dies nach einem winterbedingt schwachen Start, um 7,6 % auf 216,6 Mio. € (Vorjahr 201,4 Mio. €). Sehr positiv sehen wir die Tatsache, dass alle drei Sparten des Unternehmens einen Umsatzzuwachs erzielen konnten. Erfreulich war aber auch das Umsatzergebnis im Export. Hier ist der Umsatz, dies trotz schwieriger Konjunkturentwicklung in vielen Auslandsmärkten, überproportional um 9,1 % auf 42,8 Mio. € (Vorjahr 39,2 Mio. €) angestiegen.

Die Sparte Sperrholz/Schalung hat einen leichten Anstieg des Umsatzes von 3,4 % auf 32,9 Mio. € erzielen können (Vorjahr 31,8 Mio. €). Der Zuwachs des Umsatzes ist deshalb besonders positiv zu sehen, weil die Sparte zunächst stark unter dem harten und schneereichen Winter 2009/2010 gelitten hat.

Die Sparte Türen/Zargen konnte, basierend auf einem bereits sehr guten Jahr 2009, den Umsatz in 2010 nochmals um 10,8 % steigern und mit 103,7 Mio. € erstmals in der Geschichte der Sparte die 100-Millionen-Umsatzmarke durchbrechen (Vorjahr 93,6 Mio. €).

Unsere Sparte Laminate/Elemente profitierte vor allem von der traditionellen Stärke im inländischen Handels- und Baumarktgeschäft. Hier konnte der Umsatz im Berichtsjahr um 6,3 % auf 74,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 69,8 Mio. €).

Das Ergebnis vor EE-Steuern der Westag & Getalit AG betrug im Berichtsjahr 15,1 Mio. € gegenüber 14,9 Mio. € in 2009, was einem leichten Zuwachs von 0,9 % entspricht. Die absolute Ergebnishöhe in 2010 ist erfreulich, wenn auch die Entwicklung des Ergebnisses aufgrund stark steigender Rohmaterialpreise nicht der positiven Umsatzentwicklung folgen konnte. Der Jahresüberschuss erhöhte sich parallel zum Ergebnis vor EE-Steuern leicht um 1,4 % auf 10,7 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr 1,86 € (Vorjahr 1,84 €). Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung, die am 26.07.2011 in Rheda-Wiedenbrück stattfindet, eine unveränderte Dividende von 0,94 € je Stammaktie und 1,00 € je Vorzugsaktie vorschlagen.


Ausblick 2011
Wir rechnen aktuell mit einer weiter anhaltenden Belebung der Bauaktivität in Deutschland. Insbesondere im Wohnungsbau gibt es Signale, dass die lang anhaltende Flaute einem Ende entgegen geht. Im europäischen Ausland wird sich unserer Meinung nach in der nächsten Zeit noch keine durchgreifende Verbesserung der Gesamtsituation ergeben. Immerhin scheint sich die Baukonjunktur in einigen Staaten Osteuropas zu stabilisieren. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse rechnen wir mit steigenden Umsätzen im Inland. Inwieweit wir im Auslandsgeschäft ein weiteres Wachstum realisieren können, hängt von der konkreten Entwicklung der Märkte ab, die sich durchaus unterschiedlich gestalten kann. Wir sind aber optimistisch, aufgrund unserer noch geringen Marktanteile in den einzelnen Auslandsmärkten auch dann wachsen zu können, wenn der Gesamtmarkt dies nicht tut. Einen Unsicherheitsfaktor stellen allerdings die Krisensituationen in Japan und im arabischen Raum dar. Wir sind aktuell nicht in der Lage abzuschätzen, inwieweit die Krisen das Potenzial haben, die Wirtschaftsentwicklung in den für uns relevanten Märkten negativ zu beeinflussen. Die Entwicklung unserer Geschäftsergebnisse in 2011 wird nicht nur von der Umsatzentwicklung abhängen, sondern in hohem Maße von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Zurzeit sieht es leider nicht so aus, als ob die Rohstoffkosten, die ab dem zweiten Quartal 2010 mit zunehmender Dynamik angestiegen sind, eine stabile Basis auf erhöhtem Niveau gefunden hätten. Vielmehr ist auch in 2011 eine unerfreuliche Bewegung zu verzeichnen. Daher wird es, nach Ausschöpfung aller Rationalisierungspotenziale, eine unserer wichtigsten Aufgaben im neuen Jahr werden, diese Kostensteigerungen in Form höherer Verkaufspreise an unsere Kunden weiterzugeben. Inwieweit uns das in voller Höhe gelingt und ob sich Verzögerungseffekte einstellen, müssen wir abwarten. Wir sind aber überzeugt, aufgrund unserer bekannten Stärken hinsichtlich des Produktprogramms, der Vertriebsstärke, der eingesetzten Technologie und unseres Kostenbewusstseins auch in 2011 wieder gute Geschäftsergebnisse realisieren zu können. (Quelle: Westag & Getalit AG - 03/2011)

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