Welthandel: Neue Strategie für den Seeverkehr

Der Welthandel wird zu 80 Prozent auf dem Seeweg abgewickelt. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission heute eine Strategie zur sicheren, sauberen und effizienten Nutzung des Seeverkehrs vorgelegt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu fördern und auf die Herausforderungen der nächsten zehn Jahre zu reagieren. „Wir müssen den Blick nach vorne richten und Antworten bieten auf die zahlreichen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen – von der Wahrung des seemännischen Know-hows über die Bekämpfung der Seeräuberei bis zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Schifffahrt", sagte EU–Kommissionsvizepräsident Tajani, zuständig für Verkehrspolitik. Darüber hinaus wurde ein Aktionsplan zur Errichtung eines Europäischen Seeverkehrsraums ohne Grenzen verabschiedet. Ein Seeverkehrsraum soll den Gütertransport stärker auf die Wasserwege verlagern, die Frachtkosten senken sowie Arbeitsplätze im maritimen Bereich fördern.

Gleichzeitig soll der Verwaltungsaufwand effizienter gestaltet werden. So könnten u.a. bei der Zollabfertigung und Gesundheitskontrolle in Häfen die Kontrollmaßnahmen vereinfacht und koordiniert werden. "Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden die Attraktivität des Seeverkehrs erhöhen und zur Erschließung neuer Absatzmärkte beitragen; dies wird zu einer ausgewogeneren Nutzung der Verkehrsträger führen", so der EU-Kommissionsvizepräsident weiter.

Im Mittelpunkt stehen auch legislative Maßnahmen zur Vereinfachung der Zollverfahren und anderer Anmeldeformalitäten. Der Mitteilung liegt ein Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates bei, durch die die Meldeformalitäten der Schiffe beim Ein- und Auslaufen in europäische Häfen gestrafft werden sollen. Maßnahmen zur Vereinfachung der Zollförmlichkeiten sollen Anfang 2009 verabschiedet werden und „Leitlinien“ im Hinblick auf die Beschleunigung der Veterinär- und Pflanzenschutzkontrollen werden noch 2009 veröffentlicht. Die Verwaltungsdienste in den Häfen könnten weiterhin punktuell unangemeldete Kontrollen durchführen.

Globalisierte Handelsverbindungen, Entwicklungen auf den Energiemärkten, Klimawandel sowie die Sicherheitsfragen haben die zentrale Bedeutung der Seewege für Europas Wohlstand deutlich gemacht. In diesem Zusammenhang steht auch der Kampf gegen die zunehmende Piraterie. Dazu hat die EU-Kommission ein Seminar mit Vertretern aus Politik, Seeverkehrswesen und Militär veranstaltet. Gemeinsam sollen die Möglichkeiten der Prävention, der Abschreckung sowie des Schutzes vor dieser Bedrohung ausgearbeitet werden. „Piratenaktivitäten und bewaffnete Überfälle sind eine ernsthafte Bedrohung für das Leben der Seeleute, die Sicherheit, das Seeverkehrsgewerbe und die Sicherheit der Küstenstaaten. Ich fordere alle betroffenen Akteure dazu auf, sich engagiert für die Bekämpfung dieses Phänomens einzusetzen und dauerhafte Lösungen für dieses gravierende Problem zu finden, das die gesamte internationale Gemeinschaft betrifft“, sagte Tajani. Insbesondere die steigenden Übergriffe auf Handels- und Sportschiffe sowie auf humanitäre Konvois und Fischfangflotten vor Somalia stehen im Mittelpunkt des Treffens. In diesem Zusammenhang hatte der Europäische Rat im November letzten Jahres die Militäroperation "Atalanta" beschlossen. (Quelle: europaticker.de)


Sie wollen in Zukunft automatisch und zeitnah per Email informiert werden? Dann melden Sie sich bitte für unseren "Holz Newsletter" kostenfrei unter www.HolzNewsletter.de an.


Diese Seite wurde im Rahmen des NewsService via "HCN HolzConsulting Niedermeier
| Unternehmens- & Personalberatung für die Holzindustrie" veröffentlicht. HCN übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit bzw. die Vollständigkeit o.ä. der zur Verfügung gestellten Artikel bzw. Meldungen. Copyright und sämtliche Rechte bzw. Pflichten verbleiben stets bei den jeweilig genannten Quellen.

HolzConsulting.de | TimberConsulting.com
Timber-Russia.com | Timber-Asia.com | Timber-Europe.com | Timber-America.com | Tropenwald.de | Holzmobilisierung.de