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Sägewerk Fisch bietet Jobperspektive

Neue Hilfskräfte verbessern betriebliche Qualitätssicherung

Kreis Soest: Ulrich Klebolte steht stolz an seinem neuen Arbeitsplatz. Seit August haben er und sein Bruder Manfred-Theodor nach mehrjähriger Arbeitslosigkeit wieder einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag. Im Rahmen des AHA-Förderprogramms Jobperspektive hat ihnen die Rüthener Firma Ernst Fisch GmbH & Co KG eine neue berufliche Zukunft ermöglicht.

Der Familienbetrieb bildet in seinem Werk in Rüthen den kompletten Arbeitsgang der Schnittholzproduktion ab. Mit diesem Konzept behauptet er sich erfolgreich am Markt. Mit den Jahren ist die Einschnittsmenge vergrößert worden. Auch personell hat das Unternehmen sich weiterentwickelt. Heute arbeiten 60 Mitarbeiter im Schichtbetrieb. „Um auch weiterhin so erfolgreich bestehen zu können, muss sich der Betrieb laufend den Anforderungen des schnelllebigen Marktes anpassen“, weiß Betriebsleiter Stephan Kob aus Erfahrung. „Insbesondere gilt es, den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden.“

Hier kommen die Klebolte-Brüder ins Spiel. Das Schnittholz wird von ihnen visuell überprüft und vorsortiert. Hölzer mit Ästen, Baumkanten oder Verfärbungen legen sie mit der schlechten Seite nach oben auf das Transportband. Anschließend werden die Hölzer im Rahmen der Qualitätssicherung von einem geschulten Mitarbeiter nochmals kontrolliert und fachgerecht aussortiert. Damit leisten Ulrich und Manfred-Theodor Klebolte einen wichtigen Beitrag innerhalb des Produktionsprozesses. Denn nur aufgrund ihrer Vorsortierung kann die Fachkraft anschließend die erforderliche Taktfrequenz von einem Stück Holz pro Sekunde einhalten. Das kann auch Stephan Kob bestätigen: „Durch die beiden zusätzlichen Hilfskräfte werden unsere Facharbeiter entlastet. Gleichzeitig können wir unsere Arbeitsabläufe im Rahmen der Qualitätssicherung optimieren.“

Der Rüthener Bürgermeister Rudolf Schieren hatte Inhaber Ernst-Daniel Fisch auf das neue Förderprogramm der Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) aufmerksam gemacht. Dort suchte man für die Vorsortierung der Hölzer eine Hilfskraft. Schnell kam der Kontakt zu der Arbeitsvermittlung bei der AHA zustande. Die Brüder Klebolte erwiesen sich als geeignete Kandidaten. Im Rahmen einer Trainingsmaßnahme wurden sie in ihr neues Aufgabengebiet eingearbeitet. Sie lernten die Betriebsabläufe und die technischen Anlagen kennen. Auch galt es, sich wieder an einen achtstündigen Arbeitstag zu gewöhnen. Im Schichtwechsel leisten sie nun im Rahmen der innerbetrieblichen Qualitätssicherung einen wichtigen Beitrag.

Das Beschäftigungsprogramm Jobperspektive bietet Arbeitgebern viele Vorteile: Neben einem Lohnkostenzuschuss gewährt die AHA einen Qualifizierungszuschuss. Auch die Einrichtungskosten pro Arbeitsplatz können übernommen werden. Damit bleiben die Lohnkosten überschaubar und planbar. Arbeitgeber sollen so motiviert werden, erwerbsfähige Hilfebedürftige für Hilfsarbeiten einzustellen und ihnen damit eine neue berufliche Chance bieten.

Die Stelle des Jobperspektive-Flankierers wird finanziert durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen. (Quelle: Kreis Soest, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - 10/2008)

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