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Sachsen: Wälder immer größer und holzreicher

Aktueller Forstbericht zeigt hohe Zuwächse - auch Sozial-ökologischer Wert des Waldes steigt

Sachsens Wälder werden immer holz- und artenreicher. Außerdem hat sich die Waldfläche in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des dritten Forstberichtes, den Forstminister Frank Kupfer heute (16. Februar 2009) in Markersbach (Lkrs. Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) vorgestellt hat. Der Bericht hat die Entwicklung der sächsischen Forstwirtschaft zwischen dem 1. Januar 2003 und dem 31. Dezember 2007 untersucht. „Besonders erfreulich ist die positive Waldflächenentwicklung der vergangenen Jahre“, sagte der Minister. Jährlich entstehen in Sachsen etwa 660 Hektar neuer Wald durch Erst- und Ersatzaufforstung sowie forstliche Rekultivierung. „Unter Berücksichtigung der Waldverluste durch Braunkohleabbau oder Industrie- und Verkehrsflächen wächst die Waldfläche effektiv um rund 500 Hektar pro Jahr“, so Kupfer weiter. Insgesamt verfügt der Freistaat heute über rund 520.000 Hektar Wald, 28,2 Prozent der gesamten Landesfläche. „Langfristig wollen wir den Anteil auf 30 Prozent anheben“, bekräftigte der Minister.

Auch der Holzvorrat hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Derzeit befinden sich in den sächsischen Wäldern rund 126 Millionen Kubikmeter Holz. Das entspricht 262 Kubikmeter Holz pro Hektar, 38 Kubikmeter mehr als noch 2002. „Damit haben wir in unseren Wäldern soviel Holz wie noch nie“, betonte Kupfer. Der jährliche Holzzuwachs beträgt insgesamt rund 4,4 Millionen Kubikmeter, davon wird etwa die Hälfte genutzt.

45 Prozent des sächsischen Waldes befinden sich in Privateigentum, rund 38 Prozent gehören dem Freistaat. Die weiteren Waldflächen verteilen sich auf Körperschaften, Kirchen und den Bund. „Weil Sachsen damit ein typisches Privatwaldland ist, bietet der Staatsbetrieb Sachsenforst jedem Waldbesitzer eine kostenlose fachliche Beratung an.

Außerdem stellt der Freistaat umfangreiche Fördermittel zur Verfügung“, sagte Kupfer. Im Zeitraum 2003 bis 2007 wurden insgesamt 19 Millionen Euro Fördermittel für den Umbau und die Pflege der Wälder sowie den Wegebau ausgezahlt.
Auch als Wirtschaftsfaktor hat der Wald in Sachsen eine hohe Bedeutung. Mehr als 25.000 Personen erzielen in der sächsischen Forst- und Holzbranche rund 4,2 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. „Dennoch liegen insbesondere im kleineren Privatwald ungenutzte Potenziale. Diese gilt es zu erschließen“, sagte der Minister. Ein Weg könnte laut Kupfer der „Zusammenschluss mehrerer Waldbesitzer zu größeren und effizienteren Forstbetriebsgemeinschaften und die Bildung regionaler Cluster“ sein. Im November 2008 wurde in der Oberlausitz bereits die erste Clusterinitiative „Forst und Holz“ gegründet.

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte werden in den kommenden Jahren die Waldschadenssanierung und der konsequente Waldumbau sein. Dazu zählt auch die Überwachung und Bekämpfung des Borkenkäfers. Allein in den letzten sieben Monaten des vergangenen Jahres sind in Sachsen 120.000 Kubikmeter Borkenkäferholz angefallen. Das ist der höchste Wert seit 40 Jahren. Im sächsischen Staatswald werden Forstwirte außerdem über 1.400 Hektar mit jungen Laubbäumen bepflanzen und Nadelholzwälder in schadresistentere Mischbestände umwandeln oder ganz neue Waldflächen schaffen. (Quelle: europaticker.de)

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