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Russland: Exportzölle für Holz zum Nachtisch

EU will Lücken im Dialog mit Russland über WTO-Beitritt zum Jahresende schließen


Moskau, 04. Juni: Russland und die Europäische Union haben eine gemeinsame Vorstellung davon, wie die Lücken beseitigt werden können, um die Verhandlungen über den WTO-Beitritt Russlands abzuschließen. Dies sagte die EU-Handelskommissarin Catherine Ashton am Donnerstag zu den Ergebnissen ihres Treffens mit der Ministerin für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands, Elwira Nabiullina, am Donnerstag in Sankt Petersburg.

"Ich begrüße das Abzielen auf das Ergebnis, das die Ministerin Nabiullina heute gezeigt hat. Wir haben eine gemeinsame Auffassung zu den Lücken, die jetzt beseitigt werden müssen. Wir sind darüber übereingekommen, dass der WTO-Beitritt Russlands gegen Jahresende abgeschlossen werden muss", zitiert die Moskauer Vertretung der EU-Kommission Ashton in einem am Donnerstag veröffentlichten Dokument.

Seit 15 Jahren führt Russland mit der EU Verhandlungen über seinen Beitritt zur Welthandelsorganisation, die den Welthandel regelt. Gegenwärtig hat Russland alle bilateralen Verhandlungen mit 60 Partnerstaaten abgeschlossen.

Eine Reihe von prinzipiell wichtigen Fragen, insbesondere auf dem Gebiet der Landwirtschaft, der Exportzölle für Holz und der Tätigkeitsregelung für einige Staatsunternehmen, ist jedoch immer noch nicht gelöst. "Die Exportzölle für Holz haben wir als Nachtisch reserviert", sagte die Wirtschaftsministerin.

Der Beitrittstermin wurde jahrelang immer wieder verschoben. Nach dem Treffen mit der EU-Handelskommissarin erklärte Nabiullina vor der Presse, der Verhandlungsprozess über den WTO-Beitritt könnte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die russische Ministerin informierte die Presse darüber, dass bei den Verhandlungen "die Lösung eines Teils von wichtigen Fragen" gefunden worden sei, der Dialog werde am 15. und 16. Juni fortgesetzt. Nabiullina trifft sich mit der EU-Handelskommissarin Ashton am 24. bzw. 25. Juni wieder.

"Die heutigen Verhandlungen waren sehr positiv", teilte die Ministerin der Presse mit. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Sankt Petersburg, das vom 4. bis 6. Juni durchgeführt wird, setzen sich die führenden Staaten mit den akutesten Wirtschaftsproblemen auseinander, vor denen Russland und die Weltgemeinschaft stehen. Traditionell nehmen am Weltwirtschaftsforum Präsidenten, Regierungschefs, Parlamentsvorsitzende und Minister mehrerer Länder sowie die Elite der Weltwirtschaft, Chefredakteure der führenden Medien und andere Newsmaker der Welt teil. RIA Novosti ist der führende Informationspartner des Forums. (Quelle: RIA Novosti)

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