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Praktiker AG: Belasteter Start ins neue Jahr 2010

Anhaltende Wirtschaftsschwäche in Osteuropa und Winterwetter belasten Start ins neue Jahr

● Konzernumsatz im 1. Quartal rückläufig, aber Besserung im März
● Ergebnis saisonal bedingt im Minus und leicht unter Vorjahr
● Weiter leichte Umsatz- und deutliche Ergebnissteigerung für 2010 erwartet


Ein extrem langer Winter und die in weiten Teilen Ost- und Südosteuropas anhaltende Wirtschaftsschwäche haben das Geschäft der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG auch im ersten Quartal 2010 beeinträchtigt. Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,0 Prozent auf 747,9 Millionen Euro. Allerdings waren nur die Monate Januar und Februar von rückläufigen Umsätzen gekennzeichnet. Im März konnten die Umsatzerlöse in allen Segmenten gesteigert werden. Der saisonübliche operative Verlust erhöhte sich gegenüber Vorjahr trotz Verbesserungen in der Rohertragsmarge und auf der Kostenseite leicht von 49,2 auf 52,1 Millionen Euro.

Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, nannte die Umsatzentwicklung im März eine Bestätigung der vorsichtig optimistischen Jahresprognose des Managements auf der Bilanzpressekonferenz am 26. März. „In Deutschland zeigt der veränderte Fokus auf den Rohertrag erste positive Wirkung, im Ausland erwarten wir vor allem im zweiten Halbjahr eine Stabilisierung oder eine leichte Belebung der Konjunktur. Zudem profitiert Praktiker seit langem erstmals wieder von einer positiven Entwicklung der meisten Wechselkurse“, betonte Werner. Er bestätigte vor diesem Hintergrund die Erwartung, dass der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010 insgesamt wieder leicht, das operative Ergebnis (EBITA) gegenüber dem Vorjahr sogar deutlich steigen werde. Dabei sollten alle Segmente im In- und Ausland zu dieser Ergebnissteigerung beitragen.

Umsatzrückgang im Januar und Februar, Steigerung im März
In den ersten drei Monaten 2010 hat sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nur in Deutschland wieder deutlich robuster gezeigt. In den Auslandsmärkten war die Rezession noch nicht überwunden, jedoch haben sich die Wechselkurse weiter stabilisiert. Praktisch in allen Ländern war die Geschäftsentwicklung durch den ungewöhnlich langen, harten Winter beeinträchtigt. Die Kundenfrequenz litt im Januar und Februar unter massiven Verkehrsbehinderungen, einzelne Filialen mussten ihren Betrieb witterungsbedingt sogar vorübergehend einstellen.

In diesem Umfeld ging der Umsatz des Praktiker Konzerns im ersten Quartal um 6,0 Prozent auf insgesamt 747,9 Millionen Euro zurück. Praktiker steuerte in Deutschland 388,1 Millionen Euro bei (minus 6,4 Prozent), Max Bahr 148,0 Millionen Euro (minus 4,5 Prozent). Rückläufig war der Umsatz jedoch ausschließlich im Januar und Februar, im März konnten die Umsatzerlöse beider Marken gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres gesteigert werden. Als Umsatztreiber erwies sich hier das verspätet aufblühende Gartengeschäft, das durch neue Pflanzensortimente und -pflegeprodukte der Eigenmarke Praktiker belebt wurde.

Im Segment International ging der Umsatz um 6,9 Prozent auf 192,0 Millionen Euro zurück. Auch hier machte sich der harte Winter bemerkbar, aber auch der Umstand, dass viele Länder, in denen Praktiker operativ tätig ist, erst langsam wieder aus der Rezession heraus finden. In einigen Ländern war ein positiver Trend bereits deutlich spürbar. So wies Griechenland, obwohl weiterhin krisengeschüttelt, im ersten Quartal 2010 mit minus 5,2 Prozent nur noch einen moderaten Umsatzrückgang auf. In Polen stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent an. Die Türkei machte den größten Sprung mit einem Umsatzplus von 31,0 Prozent. Weiterhin deutlich rückläufig waren die Umsätze in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und – auf vergleichbarer Fläche – in der Ukraine.

Saisonüblicher operativer Verlust leicht erhöht
Auch wenn die Rohertragsmarge gesteigert und die Vertriebs- und Verwaltungskosten im In- und Ausland weiter verringert werden konnten, hat sich der Umsatzrückgang auf das operative Ergebnis (EBITA) ausgewirkt. Saisonbedingt entsteht in jedem ersten Quartal typischerweise ein Verlust. In den ersten drei Monaten 2010 lag er bei minus 52,1 Millionen Euro, leicht über dem vergleichbaren Vorjahresquartal (minus 49,2 Millionen Euro). In Deutschland blieb das EBITA der Vertriebslinien Praktiker und Max Bahr mit minus 35,8 und minus 1,4 Millionen Euro nahezu unverändert. Im internationalen Geschäft verschlechterte sich das EBITA leicht von minus 10,0 auf minus 11,6 Millionen Euro.

Finanzposition weiter gestärkt
Die Kennzahlen, die zur Einschätzung der Finanzposition genutzt werden, haben sich im ersten Quartal 2010 allesamt weiter verbessert. So nahmen der operative Cashflow und der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum/-zeitpunkt weiter zu. Auch die Nettoverschuldung und das working capital verbesserten sich gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten. (Quelle: Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG - 05/2010)

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