Papierverarbeitende Industrie: Konjunktureinbruch
Konjunktureinbruch nach gutem 1. Halbjahr 2008
Papierverarbeitende Industrie: Insbesondere Verpackungssektor betroffen
Trotz der europaweiten Verschlechterung der Wirtschaftsdaten lag die österreichische PPV Industrie im 1. Halbjahr 2008 über den Erwartungen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stieg der Absatz von Papierwaren um 9,2% auf 585.000 Tonnen, der Produktionswert um 10,8% auf 1 Mrd €. Die Industrie führt dies auf einen Überhangseffekt aus der guten Konjunktur des Jahres 2007 zurück. Die Exporte konnten um 5,1% gesteigert werden, die Importe wuchsen mit 9,5% fast doppelt so stark. Die Zahl der Beschäftigten lag mit 9.500 um knapp 1% über dem Vorjahr.
Umsatzrückgänge: Finanzkrise auch in der Papierverarbeitenden Industrie spürbar
Ein jähes Ende fand diese positive Entwicklung im Juli, der einen deutlichen Konjunktureinbruch in der PPV Industrie brachte. Die Abflachung der europäischen Wirtschaftsdaten und die Auswirkungen der Finanzkrise in den USA mit ihren Verlusten an Vertrauen in Investitionen haben nun auch die Papierverarbeitung erreicht. Insbesondere der Verpackungssektor bekommt die Stagnation der westeuropäischen Märkte und die rückläufigen Wachstumsraten in den neuen EU Ländern voll zu spüren. Der private Inlandskonsum blieb durch die Lohn-Steuerprogression und Auswirkungen der Teuerung weiterhin schwach. Angesichts der dramatischen Entwicklung der Finanzmärkte ist mit Folgewirkungen für die Realwirtschaft zu rechnen, von denen der Verpackungssektor als Zulieferer bereits betroffen ist.
Durch rückläufige Auftragslage wird stärkerer Wettbewerb erwartet
Die tendenziell rückläufige Auftragslage wird zu einer Verstärkung der Wettbewerbes und Preisdrucks führen. Da Rationalisierungspotentiale weitgehend ausgeschöpft sind, drücken die Kostensteigerungen auf die Ergebnisse. Es wird mit verstärktem Wettbewerb der Standorte gerechnet. Die Erwartung für das Gesamtjahr, ein Wachstum im Ausmaß des BNP zu erreichen, muss entsprechend den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute auf etwa 1% zurückgenommen werden.
PPV AUSTRIA - Arbeitgeber für mehr als 10.000 Beschäftigte in Österreich
Die Vereinigung PPV AUSTRIA und der Fachverband der Papierverarbeitenden Industrie stehen für die Papierverarbeitung in Österreich. 110 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in Österreich jährlich 1,1 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, hygienischen Papierwaren, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren. Mit ihrem industriellen Druckbereich ist die Papierverarbeitende Industrie, insbesonders mit dem Verpackungssektor, auch medialer Dienstleister.
Die österreichische PPV ist klein- und mittelbetrieblich strukturiert, stark exportorientiert, multinational tätig und in verschiedenen Bereichen Marktführer in Europa. Neben den österreichischen Standorten betreibt sie zahlreiche Niederlassungen in und außerhalb Europas. Mit dem Einsatz der nachwachsenden Werkstoffe Papier und Karton, energieeffizienter, emissionsarmer und umweltgerechter Produktion sowie der Einbindung der Produkte in den Rohstoffkreislauf des Altpapier-Recyclings ist die PPV Industrie nachhaltig unterwegs. Aus/Weiterbildung und hohe Dienstleistungsorientierung sind wichtige Standortfaktoren. Als moderne, innovative und dynamische Industrie bietet sie attraktive Arbeitsplätze mit guten Aufstiegschancen für qualifizierte Mitarbeiter. (Quelle: europaticker.de | Mag. Rudolf Bergolth, PPV – Fachverband der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie Österreichs)
Diese Seite wurde im Rahmen des HCN-NewsService unabhängig und neutal veröffentlicht. HCN übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit bzw. die Vollständigkeit o.ä. der zur Verfügung gestellten Artikel bzw. Meldungen. Copyright und sämtliche Rechte bzw. Pflichten verbleiben stets bei den jeweilig genannten Quellen. Sie wollen in Zukunft automatisch und zeitnah per Email informiert werden? Dann melden Sie sich bitte für unseren "Holz Newsletter" kostenfrei unter www.HolzNewsletter.de an.
Timber-Europe.com | Timber-Russia.com | Timber-Asia.com | Timber-America.com
