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Österreich: Möbelexporte -14,8% im 1. Halbjahr 09

Quelle: Die Österreichische Möbelindustrie | www.moebel.at

Positiver Trend bei Wohnmöbel hält an, Küchenmöbelproduktion auf stabilem Niveau
Die Situation in der österreichischen Möbelindustrie hat sich nicht weiter verbessert, der Produktionsrückgang betrug im 1. HJ 2009 -15,1% (1,12 Mrd. EUR). Dies geht auch aus der WIFO – Befragung für das 3. Quartal 2009 hervor: die Produktion der letzten drei Monate wird von den Unternehmen als unterdurchschnittlich bewertet. Im vergangenen Quartal nahm die Produktion deutlich ab. Demgemäß sind auch die Erwartungen in den kommenden drei Monaten zurückhaltend.

Besonders stark betroffen vom Produktionsrückgang waren die Sitzmöbelhersteller (-22%, 401 Mio. EUR), und die Büromöbelbranche mit einem Minus von 21,5% (126 Mio. EUR), gefolgt von Ladenmöbel (-11,7%,77 Mio. EUR). Die Küchenmöbelindustrie konnte das Produktionsniveau halten (-1%, 116 Mio. EUR). Im Gegensatz zum allgemeinen rückläufigen Trend wurden um 5,9% mehr Wohnmöbel produziert (159 Mio. EUR) und auch die Matratzen- und Sprungrahmenhersteller verzeichneten eine Steigerung von 5,3% (57 Mio. EUR) als Folge der positiven Verbraucherstimmung. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein Rückzug in die eigenen vier Wände verstärkt zu beobachten. Produkte, die das Leben schöner machen, wie z.B. Möbel und Einrichtungsgegenstände sind gefragt und werden als sichere und nachhaltige Investition angesehen.


Möbelexporte im 1. Halbjahr 2009 um -14,8% gesunken
Alle Teilbranchen waren im 1. Halbjahr 2009 von einem Exportrückgang (-14,8%, 674 Mio. Euro) betroffen: Sitzmöbel und Sitzmöbelteile (-24,2%), Büromöbel -17,8%, Ladenmöbel -18,3%, Küchenmöbel -9,8%, Wohnmöbel -10%, Matratzen und Sprungrahmen -0,2%. Die gesamten Auftragsbestände befinden sich schon seit einem Jahr auf einem eher unterdurchschnittlichen Niveau. Besonders die Auslandsauftragsbestände sind laut Rückmeldungen der Möbelhersteller im 3.Quartal deutlich zurückgegangen. Es wird berichtet, dass das starke Ansteigen der Lagerbestände seit dem vergangenen Quartal zu ungewöhnlich großen Fertigwarenlagern geführt hat.

Deutschland bleibt weiterhin wichtigster Exportmarkt, mit einem Rückgang von -13% (267 Mio. EUR). Am stärksten getroffen hat es hier die Ausfuhren von Büromöbel (-28,8%), gefolgt von Sitzmöbel (-26,9%). Auffallend ist aber ein Exportplus bei Drehstühlen um 22,2%, bedingt durch den Einbruch bisheriger Exportmärkte wie z.B. GB. Das Exportvolumen bei Küchenmöbel ging um -5% zurück, bei Matratzen und Sprungrahmen gab es nur sehr geringe Verluste (-0,1%). Eine Ausnahme bilden auch hier die Exporte von Wohnmöbeln mit einer Steigerung von 3,1%.


China ist zweitstärkster Möbelimporteur mit einer Steigerung von 30 %
Auch der Möbelimport insgesamt nach Österreich war im 1. Halbjahr 2009 rückläufig mit -6,2% (828 Mio. EUR). Den stärksten Importrückgang verzeichnete man bei Sitzmöbel (-13,9%), leichte Rückgänge gab es im Wohnmöbelbereich mit -2,5%. Gestiegen ist hingegen der Import von Küchenmöbel (+5,2%, 60 Mio. Euro). Deutschland ist weiterhin der wichtigste Importeur (-5,6%, 404 Mio. EUR). Beachtlich ist jedoch die Steigerung der Importe aus China um fast 30% auf einen Gesamtwert von 72 Mio. EUR. Importiert wurden vor allem Sitzmöbel (+34,7%, 40 Mio. EUR) und Wohnmöbel (+29 %, 22 Mio. EUR) „made in China“.


Nach einer kurzen Entspannung im 3. Quartal hat sich die Branchensituation nicht weiter verbessert, weitere Rückgänge sind nicht ausgeschlossen
Die Befragung von 40 Unternehmen der Österreichischen Möbelindustrie im Oktober 2009 durch das WIFO ergibt im Vergleich zum Vorquartal eine schlechtere Einschätzung der gegenwärtigen Situation und der zukünftigen Entwicklungen. Die Entwicklung der Verkaufspreise in den letzten drei Monaten entspricht in etwa dem langjährigen Preisverlauf. Auch die Preisentwicklung in den kommenden drei Monaten lässt keine wesentlichen Veränderungen erwarten. Die zukünftige Geschäftslage wird von den Unternehmen zurückhaltend eingeschätzt. Ähnliches gilt für die Einschätzung der Beschäftigtenentwicklung.


Die Österreichische Möbelindustrie
Zur Österreichischen Möbelindustrie zählen 60 Betriebe mit ca. 7.000 Mitarbeitern. Der Produktionswert der gesamten Möbelbranche (Industrie und Gewerbe!) lag im Jahr 2008 bei rund 2,71 Mrd. EUR. Die überwiegende Anzahl dieser Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Die Exporte betrugen im Jahr 2008 EUR 1,55 Mrd. (-2,8% gegenüber dem Vorjahr), die Importe 1,75 Mrd. EUR (+2,2%). Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Schweiz und Italien. Alle Zahlen beziehen sich auf Industrie und Gewerbe, Quelle Statistik Austria. (Quelle: Die Österreichische Möbelindustrie | www.moebel.at)

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