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Österreich: Möbel in Österreich 2008/2009

Die Österreichische Möbelindustrie - www.moebel.at

Produktion*
In Österreich wurden im Jahr 2008 Möbel im Gesamtwert von EUR 2,7 Mrd. produziert. Den größten Anteil hatten hierbei die „Sitzmöbel und Teile dafür, Teile für Möbel“ mit EUR 945 Mio.. Die zweitgrößte Gruppe waren „Sonstige Möbel“ mit einem Gesamtwert von rund EUR 826 Mio., darunter fielen “ Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel, aus Holz“ mit EUR 313 Mio., „Holzmöbel für Badezimmer“ mit EUR 26 Mio. und „Gartenholzmöbel“ mit EUR 2,5 Mio.. Der Bereich „Büro- und Ladenmöbel“ erreichte einen Produktionswert von rund EUR 537 Mio., wobei EUR 337 Mio. auf die Produktion von Büromöbeln fielen (Metallmöbel: EUR 28 Mio., Holzmöbel: EUR 309 Mio.) und der Ladenbau EUR 200 Mio. verzeichnete. Die Küchemöbelproduzenten erwirtschafteten im vergangenen Jahr EUR 248 Mio.. Im Bereich Matratzen wurde ein Wert von EUR 112 Mio. erreicht. Davon entfielen EUR 21 Mio. auf „Sprungrahmen“ und EUR 91 Mio. auf „Auflegematratzen“.

Exportrückgang um 2,5 %
Der hohe Exportwert von 2007 wurde nicht erreicht. Angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise war auch die Österreichische Möbelindustrie von Einbußen betroffen – der Export ging um 2,5 % auf einen Wert von EUR 1,55 Mrd. zurück. Die wichtigsten Exportländer sind Deutschland (+2,2 %, EUR 596 Mio.), Italien (-5,5 %, EUR 168 Mio.) und die Schweiz (+0,4 %, EUR 134 Mio.). Den stärksten Exportrückgang verzeichnete der Bereich „Ladenbau“ mit -12,7 % (EUR 157 Mio.). Einen Rückgang gab es ebenfalls beim Export von „Küchenmöbel“ mit -9,8 % (EUR 45 Mio.). Auch die Matratzen- und Sprungrahmenhersteller exportierten um -7,6 % weniger als im Jahr davor (EUR 76 Mio.). Positive Exportzahlen verzeichneten die Sitzmöbel +1,2 % (EUR 391 Mio.), Büromöbel +6,7 % (EUR 143 Mio.) und Wohnmöbel +6,0 % (EUR 231 Mio.). Die Ausfuhr von Möbeln in den EU-Raum verringerte sich um -1,3 % (EUR 1,21 Mrd.). Auch im EFTA-Raum war der Abschwung zu spüren, -2,4 % (EUR 145 Mio.). Außerhalb der EU zählen Russland (+4,1 %) und Kroatien (+2,5 %) mit je EUR 26 Mio. zu den wichtigsten Handelspartnern der österreichischen Möbelbranche. Der rückläufige Trend bei Möbelexporten nach Asien hielt auch 2008 an, insgesamt lag der Wert bei EUR 84 Mio. und einem Minus von 8,3 %. Einbrüche gab es besonders beim wichtigsten asiatischen Zielmarkt Japan, -9,7 % (EUR 38 Mio.). Ein sattes Minus verzeichnete der amerikanische Markt mit -32,3 % (EUR 21 Mio.), in die USA wurden um 36,8 % weniger Möbel „made in Austria“ exportiert. Auch Kanada musste einen Rückgang von -27,8 % (EUR 5 Mio.) hinnehmen.

Importe nach Österreich um 0,2 % gesunken
Der Wert der Importe überstieg 2008 die Exporte bei einem Volumen von EUR 1,71 Mrd. und einem leichten Rückgang von 0,2 %. Hauptimporteur Nr. 1 bleibt der Nachbar Deutschland mit EUR 841 Mio. (-0,1 %), gefolgt von Italien mit einem Wert von EUR 147 Mio. (-2,5 %), an dritter Stelle als Importeur steht Polen mit EUR 109 Mio. (+7,9 %). Den größten Anteil am Gesamtimport von Möbeln halten die „Sitzmöbel und Teile davon“ mit 32,9 %,. Der zweitgrößte Bereich sind die „Wohnmöbel“ (27,9 %) gefolgt von „Ladenmöbel“ (14,1 %) und „Teile von Möbeln“ (10,2 %). Der Anteil von importieren „Büromöbeln“ beträgt 3,8 %. Importrückgänge gab es bei „Sitzmöbeln“ (-4,4 %, EUR 562 Mio.), „Ladenmöbel“ (-1,5 %, EUR 241 Mio.), und „Wohnmöbel“ (- 1,6 %, EUR 476 Mio.). Gesteigert wurden hingegen die Import von „Büromöbel“ um 6,0 % (EUR 64 Mio.), „Küchenmöbel“ um 4,5 % (EUR 122 Mio.) und „Matratzen/Sprungrahmen“ um 5,6 % (EUR 68 Mio.). Die Möbelimporte aus dem EU-Raum sind im Jahr 2008 um -1,0 % auf EUR 1,47 Mrd. gesunken. Auch aus dem EFTA-Raum wurden weniger Möbel importiert, wobei der wichtigste EFTA-Handelspartner, die Schweiz, ein Minus von 7,0 % verzeichnete (EUR 43 Mio.). Außerhalb der EU ist die Türkei der stärkste Möbelimporteur nach Österreich mit EUR 14 Mio. (+25,5 %), gefolgt von Kroatien mit EUR 11 Mio. (+4,8 %). Der starke Importtrend aus Asien hält weiterhin an: mit 15,5 % Steigerung auf einen Gesamtwert von EUR 127 Mio.. China führt hier die Liste an mit EUR 95 Mio. und einem beachtlichen Plus von 32,6 %. Ganz im Gegensatz zum Amerikanischen Markt mit einem Verlust von -30,6 % auf ein Gesamtvolumen von EUR 17 Mio..

Möbelhersteller rechnen im 3. Quartal 2009 mit Verbesserungen der zukünftige Geschäftslage
Aus der Befragung der Unternehmen der Österreichischen Möbelindustrie durch das WIFO im Juli 2009 kann man im 3. Quartal 2009 eine gewisse Entspannung der in letzter Zeit sehr kritischen wirtschaftlichen Branchensituation ablesen. Die Produktion befand sich im ersten Halbjahr 2009 auf sehr niedrigem Niveau. Nach Angaben der Statistik Austria lag der Produktionsrückgang im 1. Quartal 2009 bei -13,6 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Laut WIFO ist die Produktion großteils rückläufig, auch für das kommende Quartal wird ein weiterer Rückgang in der jetzigen Größenordnung erwartet. Die Verkaufspreise sind im 2. Quartal deutlich gefallen, der Großteil der befragten Unternehmen rechnet mit einem leichten Preisanstieg für die kommenden Monate. Nach den vergangenen drei Quartalen mit besonders schlechten Rahmenbedingungen wird die zukünftige Geschäftslage in der Möbelbranche weitaus besser gesehen. Der Mitarbeiterstand hat sich stabilisiert, ein weiterer Abbau von Beschäftigten ist nach derzeitigem Stand nicht geplant, auch wenn die Kapazitäten mit etwa 79 Prozent Auslastung noch immer viel zu gering sind als im langjährigen Durchschnitt.

Die Österreichische Möbelindustrie
Zur Österreichischen Möbelindustrie zählen 60 Betriebe mit ca. 7.000 Mitarbeitern. Die überwiegende Anzahl dieser Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union, vor allem Deutschland und Italien, sind weiterhin die Hauptzielmärkte im Export. (Quelle: Dolunay Yerit | Die Österreichische Möbelindustrie | Fachverband der Holzindustrie Österreichs - Association of the Austrian Wood Industries - www.moebel.at)



*) Ab 1. Januar 2008 ist in der Europäischen Union die revidierte Wirtschaftstätigkeitenklassifikation NACE Rev. 2, somit in Österreich die „ÖNACE 2008" , anzuwenden. Als Folge ergeben sich neue Produktgruppen, sodass die direkte Vergleichbarkeit der Produktionsdaten für das Jahr 2008 mit den Vorjahren nicht möglich ist. Das neue Schema hat keine Auswirkungen im Außenhandel, die %-Angaben im Export und Import beziehen sich daher auf die Veränderungen zum Vergleichszeitraum 2007. Alle Zahlen sind vorläufige Angaben der Statistik Austria, bei der Endauswertung für das Gesamtjahr kann es noch zu Veränderungen kommen. Alle Werte beziehen sich auf Industrie + Gewerbe in Österreich.

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