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Österreich: Lösung für Bahn-Holztransporte?

Haslauer und Eisl: Verladestationen Lend und Bruck werden voraussichtlich weiter bedient
Ein Vermittlungsgespräch zwischen Vertretern der Railcargo Austria, der Holzwirtschaft, der Wirtschaftskammer sowie der Salzburger Lokalbahn bei Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer und Land- und Forstwirtschaftsreferent Landesrat Sepp Eisl brachte gestern, Montag, 31. Jänner, in der aktuellen Frage zu Holztransporten auf der Bahn eine Annäherung, teilte heute, Dienstag, 1. Februar, Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer mit.

Die Railcargo Austria, ein Unternehmen der ÖBB, hat bekanntlich in Salzburg vier Verladestellen für den Gütertransport eingestellt und die Leistungen auf weiteren acht Bahnhöfen verteuert, weil diese Verladestationen bei Weitem nicht kostendeckend geführt werden konnten. Dies führt vor allem für die Salzburger Holzwirtschaft zu massiven Problemen, weil dadurch die Beförderung derart verteuert würde, so dass die Transporte entweder mit Lkw durchgeführt werden oder einzelne Produktionsstätten geschlossen werden müssten.

"Aus diesem Grund habe ich gemeinsam mit Landesrat Eisl, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Julius Schmalz, Vertretern der Railcargo, der Salzburger Lokalbahn sowie betroffenen Unternehmern und Experten zu einem Termin geladen, bei dem wir einer Lösung in dieser Frage einen großen Schritt näher gekommen sind", berichtete Dr. Haslauer. Agrarreferent Landesrat Eisl betonte die Bedeutung des Transportes auf der Schiene: "Es ist im Sinne der Umwelt und der Wirtschaft, dass auf der Schiene zu günstigeren Bedingungen als mit dem Lkw transportiert werden kann. Vor allem in der Holzwirtschaft, wo sehr große Gütermengen befördert werden müssen, ist der Transportpreis für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen ein ganz wichtiger Punkt. Besonders nach den Windwurfkatastrophen der vergangenen Jahre mit großen Schadholzmengen hat sich der Bahntransport als unverzichtbar erwiesen."

Die Verladestationen Bruck und Lend, wo es besondere Probleme gab, wird die Railcargo voraussichtlich weiter bedienen, die Kapazitäten sollen allerdings gebündelt und der Transport damit effizienter organisiert werden. Damit wird auch dem Wunsch der hauptsächlich betroffenen Firma Holzfachmarkt Hermann & Müller GmbH weitgehend entsprochen. Detailverhandlungen sind noch zu führen. Geschäftsführer Albert Prokop dankte Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer, Landesrat Sepp Eisl und Präsident Julius Schmalz sowie allen Beteiligten für die massive Unterstützung in dieser Angelegenheit. Sehr positiv wertete Prokop die Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft von Mag. Willibald Schicho von Railcargo Austria und Direktor Gunter Mackinger von der Salzburger Lokalbahn.


Lösungen für das gesamte Bundesland gemeinsam erarbeiten
"Weiters soll eine Arbeitsgruppe für das gesamte Bundesland eingerichtet werden, die den Auftrag hat, ein Konzept der Bedienung der Verladebahnhöfe zu erarbeiten. Dieser Arbeitsgruppe, die vom Anschlussbahnencoach des Landes, Friedrich Gitterle, koordiniert wird, gehören Vertreter. der Wirtschaftskammer, der Railcargo Austria, der Verkehrsabteilung des Landes sowie der Salzburger Lokalbahn als privater Transportanbieter auf der Schiene an", sagte Dr. Haslauer. Eine Lösung soll bis zum 31. März vorliegen. (Quelle: Land Salzburg - Salzburger Landeskorrespondenz)

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