NLF: Forstamt Göhrde mit neuer Leitung
Niedersächsische Landesforsten ernennen Dr. Uwe Barge zum neuen Forstamtsleiter
Das Forstamt Göhrde der Niedersächsischen Landesforsten hat einen neuen Leiter. Dr. Uwe Barge (49) war bisher in der Betriebsleitung tätig und zuständig für den zentralen Holzverkauf in Nordniedersachsen. Anfang Februar übernimmt Barge die Leitung im Forstamt von seinem Vorgänger Werner Vieck und damit die Verantwortung für rund 20.000 Hektar Waldfläche in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Neben der Göhrde gehören weitere Waldgebiete wie die Lucie, der Planken, der rechtselbische Rens sowie große Wälder bei Hitzacker und Bleckede zum Forstamtsbereich. Mit Dr. Uwe Barge übernimmt ein vielseitig erfahrener Forstmann die Geschicke in der Göhrde, dessen beruflicher Werdegang nach dem forstlichen Studium als Referendar im damals noch kleineren Forstamt Göhrde begonnen hat. Danach promovierte er an der Universität Göttingen zu Themen des forstlichen Wegebaus. Die weiteren beruflichen Stationen führten Barge in den Oberharz und das Landwirtschaftsministerium in Hannover. Mit der Neugründung der Niedersächsischen Landesforsten wechselte Barge 2005 in die Betriebsleitung nach Braunschweig.
„Das große waldbauliche und forstwirtschaftliche Potential des Forstamtes mit den herausragenden naturschützerischen und ökologischen Aspekten – etwa im Biosphärenreservat Elbtalaue – bei der Bewirtschaftung des Waldes in Deckung zu bringen. Das ist eine besonders fordernde und reizvolle Aufgabe. Sie kann nur in ausgeprägter Teamarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sowie den Beschäftigten des Forstamtes und den anderen Fachbehörden bewältigt werden“, resümiert der Forstamtsleiter im Ausblick auf seine zukünftige Tätigkeit. Barge wohnt mit Frau Petra und Tochter Carolin bereits seit vielen Jahren im Forstamtsbereich in einem kleinen Dorf bei Jameln. Bislang allerdings überwiegend am Wochenende. Mit Werner Vieck verabschiedeten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes Göhrde einen beliebten Chef in den wohlverdienten Ruhestand, der jederzeit jedermann mit seiner fröhlichen Art anzustecken vermag. Der aktive Sportler wird jetzt gemeinsam mit Ehefrau Birgit mehr Zeit haben für Familie, Tennis und handwerkliche Tätigkeiten, die zu seinen großen Leidenschaften gehören.
Hintergrund zur Person:
Werner Vieck wurde im Landkreis Wolfenbüttel geboren, unmittelbar an der damals dort verlaufenden „innerdeutschen Zonengrenze“. Ein Jugendwaldeinsatz im Harzer Jugendwaldheim Zorge und die Liebe zur Natur sind für ihn die Auslöser gewesen, die Forstlaufbahn einzuschlagen. Vieck zog es früh in die Lüneburger Heide, der er trotz verschiedener beruflicher Stationen immer treu geblieben ist. Dem Referendariat in Sprakensehl folgte die Einstellung beim Regierungspräsidium in Lüneburg. Nach verschiedenen Stationen in diesem Hause übernahm er für sieben Jahre die Leitung des Staatlichen Forstamtes Walsrode und kehrte anschließend als Inspektionsbeamter an die Bezirksregierung Lüneburg zurück. 1997 wurde ihm als besondere Herausforderung die Leitung des Forstamtes Carrenzien übertragen, in dem die ostelbischen Flächen des „Amtes Neuhaus“ wieder an Niedersachsen angegliedert wurden. Hier konnte Vieck eine „kleine forstliche Wiedervereinigung“ prägend mit gestalten und Menschen aus vormals Ost und West zusammen führen. Mit der Gründung der Niedersächsischen Landesforsten AöR Anfang 2005 übernahm Vieck das nun größere Forstamt Göhrde und leitete es sechs Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand. Werner Vieck war und ist in zahlreichen Ehrenämtern und Verbänden, in Ausbildung und Kommunalpolitik tätig. Bis heute war er 35 Jahre als Ausbilder an der Fachoberschule in Ebstorf tätig. In dieser Zeit konnte er eine Vielzahl von Förstern fachlich prägen. (Quelle: Niedersächsische Landesforsten)
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