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Neues Holzimpulsprogramm in Schleswig-Holstein

Forstministerin Dr. Juliane Rumpf hat in Kiel ein "Holzimpulsprogramm" für Schleswig-Holstein vorgestellt. Dieses war vom Landesbeirat für Forst- und Holzwirtschaft erarbeitet worden, der im Landwirtschaftsministerium seit 1996 besteht. ""Wir wollen der Forst- und Holzwirtschaft in Schleswig-Holstein einen neuen Impuls verleihen. Wir blicken auf eine erfreuliche Entwicklung in den vergangenen Jahren zurück und wollen diesen positiven Trend weiter verstärken"", sagte die Ministerin.

Zugleich nannte sie ihre forstpolitischen Zielsetzungen, darunter die Sicherung einer naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft, die Steigerung des Waldanteils an der Landesfläche auf zwölf Prozent und ein "Clustermanagement" für die Forst- und Holzwirtschaft. Was darunter zu verstehen ist, machte sie deutlich: ""Wir benötigen qualifizierte Fachberatung und Mobilisierung vorhandener Holzreserven vor allem in kleinen Privatwäldern. Damit können wir die stoffliche und energetische Nutzung von Holz um 30 Prozent bis zum Jahre 2015 steigern. Außerdem müssen wir in der Holzwirtschaft Arbeitsgemeinschaften, Bietergemeinschaften und Kooperationen von mittelständischen Unternehmen anschieben, um dem umweltfreundlichen Rohstoff Holz zu noch mehr Geltung zu verhelfen."" Frau Rumpf betonte auch die rapide wachsende Bedeutung von Holz als Energierohstoff: 32 Holzheizkraftwerke gebe es bereits im Lande, beim Bau von Einzelfeuerungsanlagen sei ein regelrechter "Boom" zu verzeichnen, der zu einer erheblichen Nachfragesteigerung beim Brennholz geführt habe. Dies bewirke wachsende Erlöse der Waldbesitzer, die wiederum der Waldpflege zu Gute kommen. Zudem sei Holz klimafreundlich, ein Festmeter Holzzuwachs binde bis zu einer Tonne Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Dieser Effekt werde bei der Nutzung von Holz als Baustoff über zum Teil sehr lange Zeiträume verlängert; ein durchschnittlicher Dachstuhl in Holzbauweise binde zum Beispiel immerhin ca. 8,4 Tonnen Kohlendioxid. Und selbst wenn Holz verbrannt werde, entstehe – neben der Energie – nicht mehr Kohlendioxid als beim Wachstum zuvor der Atmosphäre entzogen wurde. Die besonderen Herausforderungen der Forst- und Holzwirtschaft in Schleswig-Holstein würden in einer Situationsanalyse im Holzimpulsprogramm ebenfalls aufgezeigt, erläuterte Frau Rumpf weiter. So gehöre der schleswig-holsteinische Wald 10.000 Eigentümern und sei somit "schrotschussartig" in zahlreiche Liegenschaften und Eigentumsverhältnisse zersplittert. In der Holz bearbeitenden und verarbeitenden Industrie fehlten Großunternehmen zwischen Nord- und Ostsee völlig. Einzelne Branchen, wie z. B. die Span- und Faserplattenindustrie, seien im Lande überhaupt nicht vertreten. Andererseits, so Frau Rumpf, arbeiteten in der mittelständisch strukturierten Holzwirtschaft Schleswig-Holsteins auch heute schon immerhin 6.500 Menschen. Auf diese Ausgangssituation werde durch die beschriebenen Zielsetzungen passgenau reagiert.

Für den Landesbeirat für Forst- und Holzwirtschaft betonte anschließend dessen Vorsitzender, Herr Marc Studt, dass in dem Gremium der geballte Sachverstand in Sachen Forst und Holz in Schleswig-Holstein versammelt sei. Dieser solle auch weiterhin als Grundlage für politische Entscheidungen der Landesregierung zur Verfügung gestellt werden. Die Erarbeitung des Holzimpulsprogramms stelle dabei nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Aktivitäten wie Messeauftritte, Holzbauwettbewerbe und Holzaktionstage dar. (Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Kiel)

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