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Netzwerk Holzindustrie Baden-Württemberg wächst

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Boxler präsentiert Innovationen

Anlässlich der zweiten ordentlichen Jahressitzung bei der Firma Boxler in Rammingen kann das Netzwerk Holzindustrie Baden-Württemberg die Aufnahme von drei weiteren Mitgliedern, den Unternehmen Hohenloher Spezialmöbel, Klafs Saunabau, und Schwinn Beschläge bekannt geben. Die Mitgliederzahl steigt damit auf 27 Firmen, die sich im Netzwerk austauschen und informieren.

Detlev Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter der Boxler GmbH & Co. KG, präsentierte auf dem gemeinsamen Betriebsrundgang zahlreiche Innovationen seines Unternehmens. So entwickelte das Unternehmen eine nicht brennbare und Wärme dämmende Blähglasplatte als Rohwand für den Yachtausbau, die auf der diesjährigen Interzum in Köln mit dem „Best of the Best intelligent material and design“ Award ausgezeichnete Symalite Fußbodenplatte und zusammen mit der Firma Tretford einen Lederfaser-Fußboden. Besonderes Interesse fand der bereits vor Jahren entwickelte Holzfußboden für den Bad- und Wellnessbereich. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einer Brandschutzimprägnierung für die Dendro-Light-Platte, deren Leistungsspektrum auch Thema eines Kurzvortrages vor den anwesenden Mitgliedern war.

Kai Anderson, Gründer der Promerit AG mit Firmensitz in Frankfurt und Filiale in München, referierte zum Thema „Talente fördern und gute Mitarbeiter im Unternehmen halten“. Trotz der Krise ist es für viele Unternehmen schwer, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Spezielle Beachtung fand das Thema Informationshoheit über das Unternehmen bei der Personalsuche. War früher die Firma alleiniger Herausgeber der Informationen über das Unternehmen gegenüber dem Bewerber, kann dieser heute gezielt Bewertungen über das betreffende Unternehmen recherchieren und sich so ein Bild über Betriebsklima und Personalführung bzw. –entwicklung machen.

Markus Rößler, Geschäftsführer der Autohaus Sessner GmbH in Kitzingen, vermittelte Impulse über die Möglichkeit, die Abwrackprämie als Erfolgsmodell auf die Belange der Holz- und Möbelindustrie bzw. der betreffenden Maschinenindustrie zu übertragen. Es entwickelte sich eine lebhafte und konstruktive Diskussion. Kritisch wird vor allem das unklare Preisgefühl des Verbrauchers für Möbel im Gegensatz zu Automobilen gesehen. Ferner fehlt der staatliche Zuschuss, so dass Nachlässe einseitig von den Herstellern und dem Handel gewährt werden müssen. Auch erwartet der Kunde durch die Rabattschlachten der großen Möbelhäuser bereits entsprechende Preisnachlässe, bzw. der angebliche Listenpreis wird bei vielen Produkten nicht mehr als glaubwürdig empfunden.

Es bleibt festzuhalten, dass durch innovative und mutige Ideen der Käufermarkt durchaus beeinflusst werden kann. (Quelle: Netzwerk Holzindustrie Baden-Württemberg e.V. - Prof. Dr. Simon Möhringer - Prof. Dr. Klaus Pfuhl)

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