Kooperation: Klausner & Södra
Werk Adelebsen wird in Värö, Schweden, wieder aufgebaut
Der schwedische Forstkonzern Södra gibt heute seine Entscheidung bekannt, im südschwedischen Värö ein neues Sägewerk zu errichten. Zur Beschleunigung dieses Projektes werden die Maschinen und Anlagen der Klausner Holz Niedersachsen, Adelebsen, erworben und das Werk wird in seiner Gesamtheit in Värö wieder aufgebaut.
Södra ist zuversichtlich hinsichtlich der gesicherten Versorgung des Werks an diesem Standort. Mit dieser Investition wird am Standort Värö nahezu eine Verdreifachung der jährlichen Produktionskapazität von heute 275.000 auf 750.000 m3; erzielt.
„Wir sehen die Notwendigkeit und die Chance, in ernsthaften Wettbewerb mit den im Vergleich zu schwedischen Werken größeren und leistungsfähigeren Sägeindustrien in Mitteleuropa zu treten“, so Leif Brodén, CEO bei Södra, und weiter: „Mit der Investition in Värö erhalten wir eine kosteneffiziente und flexible Anlage. Diese Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit ist überaus wichtig sowohl auf den Absatz- als auch Beschaffungsmärkten.“
“Wichtige Gründe für die Standortentscheidung Värö sind die Nähe sowohl zum Zellstoffwerk als auch zu einem Seehafen und die daraus entstehenden Vorteile im Bereich von Energieversorgung, Logistik und Restholz. Darüber hinaus erzielen wir weitere Synergieeffekte auf vielen Gebieten“, so Peter Nilsson, CEO bei Södra Timber.
Das Werk in Adelebsen war nur etwa ein Jahr in regulärer Produktion und ist eines von Europas modernsten Werken. Es war im Februar 2006 von Klausner übernommen und vollständig erneuert worden. Die Bauarbeiten in Värö werden im Sommer 2010 beginnen, der Produktionsstart ist für Frühjahr 2011 geplant. Der Betrieb des am Standort bestehenden Sägewerkes wird nicht unterbrochen. Durch die Übernahme und den Wiederaufbau des bereits bestehenden Werkes sollen sowohl die Bau- als auch die Anlaufphase verkürzt werden.
Die gesamte Umsiedlung und die Inbetriebnahme des Werkes werden von Klausner verantwortet. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Vereinbarung“, sagt Peter Nilsson. „Durch die Zusammenarbeit mit Klausner profitieren wir von der einmaligen Fachkenntnis über Produktion und Logistik für den großen Betrieb, den wir in Värö errichten.“ Darüber hinaus werden Klausner und Södra zukünftig auf verschiedenen Märkten eine enge Kooperation im Marketing eingehen.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit. Klausner und Södra Timber ergänzen sich sehr gut. Eine enge Zusammenarbeit im Vertrieb und im Logistikbereich auf unseren Hauptmärkten wird den Nutzen für alle Beteiligten erhöhen, darin eingeschlossen unsere Kunden“, so Fritz Klausner.
„Seit der Übernahme und dem Ausbau des Werkes in Adelebsen durch Klausner sind im Umkreis weitere Sägekapazitäten aufgebaut worden. Die vorhandene Rundholzmenge reicht nicht aus, diese Kapazitäten dauerhaft zu versorgen. Eine Fortführung des Betriebs am Standort Adelebsen ist daher nicht möglich“, erläutert Geschäftsführer Leopold Stephan. „So sehr wir die geplante Schließung des Adelebsener Werkes bedauern, so sehr sind wir überzeugt davon, dass die Unternehmen Klausner und Södra gleichermaßen von dieser Zusammenarbeit in jeder Hinsicht profitieren werden.“ (Quelle: Klausner-Gruppe - 04/2010)
Über Södra
Södra ist eine schwedische Unternehmensgruppe im Besitz von 51.000 Waldbesitzern, und ist ein führender Produzent von Zellstoff, Holzprodukten und Bioenergie. Die Gründung geht zurück auf die 1920er Jahre. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von SEK 17 Milliarden. Södra Timber erzeugt mit zehn Säge- und Hobelwerken in Südschweden etwa 1,7 Millionen m3; Nadelschnittholz im Jahr und ist damit einer der führenden Hersteller von Holz für Bauzwecke in Europa. Die Hauptabsatzmärkte für Södra Timber sind Skandinavien, die Niederlande, Großbritannien und die USA.
Über Klausner
Klausner gehört zu den führenden Unternehmen der Säge- und Hobelindustrie in Europa. Die Gründung geht zurück auf die Ansiedlung eines Sägewerks in St. Johann/Tirol, Österreich im Jahr 1918 durch den Großvater des heutigen Eigentümers. Den Grundstein für das Unternehmen in seiner heutigen Ausdehnung legte Fritz Klausner 1991 mit dem Bau von Klausner Holz Thüringen, Saalburg-Ebersdorf. Als Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise musste das exportorientierte Unternehmen Absatzeinbrüche und Produktionsrückgänge hinnehmen. Ohne das Adelebsener Werk beläuft sich die jährliche Produktionskapazität in den verbleibenden vier Werken in Deutschland auf 4,2 Millionen m3;. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen circa 1.200 Mitarbeiter.
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