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Illegalen Holzeinschlag stoppen ohne Bürokratie

Illegalen Holzeinschlag stoppen ohne Bürokratie für Deutsche Waldbesitzer

Berlin, 06.04.09: Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) unterstützt die Aktivitäten der Bundesregierung und der Europäischen Union gegen den illegalen Holzeinschlag. Illegaler Holzeinschlag trägt zu einem großen Teil zur globalen Entwaldung bei und hat nachteilige Auswirkungen auf den weltweiten Handel mit Holz und Holzprodukten. „Es muss aber ausgeschlossen werden, dass deutsche Forstbetriebe die Herkunft des von ihnen gelieferten legalen Holzes nachweisen müssen und hierfür möglicherweise neue Nachweispflichten mit viel Bürokratie eingeführt werden“, so DFWR-Präsident Georg Schirmbeck.

Der DFWR hat bereits in seiner Stellungnahme zum Verordnungsentwurf des EUAktionsprogramms gegen illegalen Holzeinschlag und Handel (FLEGT) deutlich gemacht, dass in Ländern mit einer geregelten Forstwirtschaft unter Einhaltung hoher Standards (z.B. in den Ländern Mitteleuropas) durch FLEGT nicht zusätzliche bürokratische Hürden aufgebaut werden dürfen. Die Bundesrepublik Deutschland hat mit dem Bundes- und den Landeswaldgesetzen ausreichende Regelungen. Die Bundeswaldinventur zeigt, dass der Deutsche Wald sowohl an Fläche als auch an Vorrat und Qualität stetig zunimmt.

Es ist weder dem Bürger noch dem Waldbesitzer zu vermitteln, warum das Bundesumweltministerium die geplante Ausnahmeregelung für Kleinwaldbesitzer aus dem vorliegenden Entwurf herausstreicht. „Hier wird durch das Umweltministerium Bürokratieaufbau in seiner reinsten Form betrieben. Und das in einem Land deren Förster das nachhaltige Wirtschaften erfunden haben und die Deutsche Forstwirtschaft einen exzellenten Ruf in der ganzen Welt genießt“, so der DFWR-Präsident. Der DFWR schlägt weiterhin vor, die beteiligten Länder anhand des potenziellen oder des tatsächlichen Anteils illegaler Holznutzung nach Risikoklassen zu differenzieren, einzustufen und entsprechend zu behandeln. Auch hier wird das Zurückgreifen auf anerkannte Forstzertifizierungssysteme vom DFWR als ein möglicher Weg angesehen. Grundsätzlich ist eine schnelle Weiterentwicklung des FLEGT anzustreben, um tatsächlich mit den vorhandenen Verordnungen den Einschlag illegalen Holzes zu reduzieren bzw. zu stoppen. (Quelle: DFWR - Deutsche Forstwirtschaftsrat)

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