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HSE-Projekt: Biomasseheizkraftwerk geht in Betrieb

Das Biomasse-Heizwerk nutzt nachwachsende Rohstoffe: Dr. Henning Prüß (3. v.r.) und Joachim Wacker (1. v.r.) helfen bei der Einweihung mit, Holzspäne in die Anlage zu schaufeln - Copyright by HEAG Südhessische Energie AG (HSE)

Biomasseheizkraftwerk in Aschaffenburg spart jährlich 15.000 Tonnen CO2

Ein weiteres Klimaschutz-Projekt mit HSE-Beteiligung in der Region geht in Betrieb: Die Bioenergie Aschaffenburg GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Aschaffenburger Versorgungs GmbH (AVG) sowie der HSE und Entsorgungs-AG (EAG) hat im Hafengelände von Aschaffenburg ein Biomasseheizkraftwerk mit einer Produktionsanlage für Holzbriketts errichtet.

Durch die Nutzung von Holzhackschnitzeln als Brennstoff ist die Anlage als CO2-neutrale Erzeugungsanlage zu betrachten. Mit der Verfeuerung von 30.000 Tonnen Holzhackschnitzeln, hergestellt aus Wald- und Landschaftspflegemaßnahmen aus der Region, lassen sich 1,3 Megawatt Strom erzeugen. Mit der dabei entstehenden Wärme, dies sind 6 Megawatt in Kraft-Wärme-Kopplung, wird zunächst das Fernwärmenetz im Stadtteil Aschaffenburg-Leider versorgt, im Sommer werden mit einem Teil der Wärme Buchenspäne getrocknet, die als Briketts auf den Markt kommen. Mit der Brikettieranlage sollen im Jahr rund 35.000 Tonnen Holzbriketts produziert werden.

Die HSE steht für eine moderne Daseinsvorsorge. Sie will als Wegbereiter das bisherige System der Energieversorgung grundlegend in Richtung Nachhaltigkeit verändern und setzt sich dafür ein, dass CO2-Emissionen vermieden, verringert oder kompensiert werden. "Vor diesem Hintergrund haben sich hier drei Gesellschafter gefunden, die zu einander passen und einander ergänzen, die dieses Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht haben", sagte Dr. Henning Prüß von der HSE bei der Einweihungsfeier.

Die Anlage nimmt eine Vorreiterrolle in punkto Klimaschutz und CO2-Einsparung ein. Das Biomasseheizkraftwerk stellt eine echte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage dar. Denn neben der Tatsache, dass mit der umweltfreundlich erzeugten Energie zukünftig über 10.000 Bürgerinnen und Bürger mit Strom versorgt werden können, werden jährlich auch ca. 15.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Mit der Fertigstellung des neuen Biomasseheizkraftwerks ist das Fundament für eine Energiewende in Aschaffenburg gelegt. "Global denken und lokal handeln ist in Aschaffenburg keine Phrase, sondern gelebte Realität", so Dieter Gerlach, Geschäftsführer der Bioenergie Aschaffenburg GmbH. Der HSE-Konzern ist an der Bioenergie Aschaffenburg mit 35,1 Prozent beteiligt. (Quelle: HEAG Südhessische Energie AG - HSE - 05/2010)

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