Greenpeace: Massiver Raubbau am russischen Wald?
Russlands Reformen in der Forstwirtschaft haben in den vergangenen Jahren zu einem Raubbau des Waldes geführt. Wie der Waldexperte der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Russland, Alexej Jaroschenko, am Dienstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti sagte, würden Wälder gerodet und bebaut, weshalb sich Russland am Abgrund einer Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskatastrophe bewege.
Nicht nur die Wälder, sondern auch die Menschen würden dabei heruntergewirtschaftet, stellte Jaroschenko fest. Die in der Forstwirtschaft Beschäftigten würden ihre Arbeit wesentlich schneller verlieren als früher. Das neue Forstgesetz war Anfang 2007 in Kraft getreten. Seitdem wurde der staatliche Waldschutz praktisch aufgehoben, die Wälder waren nahezu ohne Aufsicht. Früher hatte es in Russland Waldaufseher gegeben. Im Moskauer Umland gab es einst 1800 Förster.
Zwar kontrolliere die staatliche Aufsicht für Forstwirtschaft Firmen, aber passe nicht auf den Wald auf, so der Unweltschützer. Laut Greenpeace-Angaben handelt es bei den Umweltsünden hauptsächlich um illegale Abholzung, nichtgenehmigte Bebauung und Mülldeponien sowie Waldbrände. (Quelle: RIA Novosti)
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