14. September: Tag der Tropenwälder
Tag der Tropenwälder
Den Tag der Tropenwälder begeht der WWF Deutschland seit 1989 am 14. September, dem Geburtstag des bedeutenden Amazonas-Forschers Alexander von Humboldt (1769-1859).
Neue WWF-Studie:
Regenwald in Indonesien fällt der Kettensäge und den Flammen zum Opfer
Seit 1989 begeht der WWF am 14.September den Tag der Tropenwälder. Leider werden noch immer Tropenwälder im großen Stil vernichtet. Nirgendwo auf der Welt schreitet die Waldzerstörung so rasant voran wie in Asien. Allein in Indonesien fielen zwischen 1990 und 2005 insgesamt 28 Millionen Hektar Wald Flammen und Kettensägen zum Opfer. Die Folge treffen jedoch nicht nur die dort lebenden Menschen und Tiere, wie etwa Orang-Utans, Elefanten oder Sumatra-Tiger. In der heute veröffentlichten WWF-Studie „Wälder in Flammen“ wird auch vor den verheerenden, globalen Auswirkungen gewarnt. „Jede Form der Waldvernichtung, insbesondere die Brandrodung, ist ein Klimakiller“, warnt WWF-Tropenwaldexperte Markus Radday. Wälder speichern etwa die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs. Bis zu zwanzig Prozent des Kohlendioxidausstoßes sei auf Rodung zurückzuführen.
Indonesien hat drittgrößten CO2-Ausstoß
„Bedingt durch Waldbrände und Waldrodungen hat Indonesien den weltweit drittgrößten CO2-Ausstoß, nach den USA und China“, erklärt Markus Radday. Die aktuelle Studie des WWF zeigt, dass allein in der indonesischen Provinz Riau (Sumatra) zwischen 1990 und 2007 insgesamt 3,66 Milliarden Tonnen CO2 durch Waldzerstörung und Änderung der Landnutzung freigesetzt wurden. Davon lassen sich 1,17 Milliarden Tonnen CO2 der Brandrodung zuschreiben, 1,39 Milliarden Tonnen CO2 wurden durch brennende Torfböden freigesetzt. Die treibende Kraft hinter dieser ökologischen Katastrophe ist die Zellstoff- und Palmölindustrie. Letztere boomt aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Biokraftstoffen. „Die Palmölproduktion in Indonesien ist bisher extrem klimaschädlich“, hält Markus Radday fest.
Brandstifter Mensch
Die Waldbrände in Indonesien sind so gut wie immer von Menschen verursacht. Der Raubbau erfolgt meist in zwei Schritten: Erst werden die wertvollen Devisenbringenden Holzarten für den Handel eingeschlagen, dann wird die restliche Vegetation gerodet und verbrannt, um die Flächen freizumachen für Plantagen aus Ölpalme und schnellwachsenden Baumarten für die Papier- und Zellstoffindustrie. In Trockenperioden entstehen dann riesige unkontrollierte Flächenbrände. Bereits 2008 oder 2009 könnte „El Niño”, der etwa alle 10 Jahre auftritt (zuletzt 1997/1998), die Trockenperiode und damit die Waldbrände zusätzlich verschärfen. (Quelle: WWF Deutschland)
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